„Die sprachliche Deprivation tauber Kinder“ bedeutet eine Kindeswohlgefährdung – nicht die Erziehung in DGS!

Bedingt durch den erschreckenden audistischen Angriff auf die Gehörlosengemeinschaft und die Deutsche Gebärdensprache, welcher durch einen Fall der aktuell vor dem Familiengericht in Goslar verhandelt wird, ausgelöst wurde, möchten wir als hörende Eltern zweier tauber Kinder und als Vorstandsmitglieder im Verein für bilinguale Bildung in Deutscher Gebärdensprache und Deutscher Lautsprache unseren Beitrag zur Aufklärung leisten und unsere Sichtweise und unseren Lebensweg darstellen.

In dem aktuellen Fall meinen sogenannte Experten, dass das Wohl eines Kindes gefährdet sei, weil seine Eltern ihr taub geborenes Kind in ihrer eigenen Muttersprache, der Deutschen Gebärdensprache (DGS) aufziehen und eine nicht ungefährliche Operation eines Cochlea-Implantats (kurz CI) ablehnen. Die Risiken einer CI-Implantation hat Karin Kestner, eine wirkliche Expertin, wenn es um taube Kinder und deren Entwicklung geht, ausführlich beschrieben. Zahlreiche Stellungnahmen und Berichte sind bereits veröffentlicht worden, durch die man sich ein ausführliches Bild zu dieser Debatte machen kann. Wir möchten im Folgenden anhand unserer eigenen Erfahrungen aufzeigen, dass es nicht nur schwarz oder weiß gibt, und versuchen vor allem Hörenden, eine Sichtweise nahebringen, die ihnen die Augen öffnet und mehr Verständnis an die Stelle bisheriger Empörung und vorschneller Verurteilungen gegenüber der elterlichen Entscheidung treten lässt. Eines sei vorweg klargestellt: Wir sind nicht gegen die Möglichkeit mit einem CI hören zu lernen oder verurteilen niemanden, der sich für eine Cochlea-Implantation entscheidet. Dies sind selbst gewählt Lebenswege über die kein Mensch zu befinden hat, welcher gut und welcher weniger gut sei.

Unsere Geschichte beginnt im Jahr 2011 als unsere Tochter taub geboren wurde. Wir Eltern wussten das zunächst nicht, da sie bei dem Neugeborenen-Hörscreening unauffällig war. Später merkten wir, dass sie nicht wie gleichaltrige Babys auf Geräusche reagierte. Es folgten Arztbesuche, Tests und schließlich die Diagnose „auditorische Neuropathie“.

Der Diagnoseschock und die ärztliche Beratung

Wie viele andere hörende Eltern, die für ihr Kind diese oder die vergleichbare Diagnose „taub oder an Taubheit grenzend schwerhörig“ erhalten, waren wir erst einmal schockiert. Und wir stellten uns Fragen wie beispielsweise: Wie sollen wir mit unserem Kind kommunizieren? Wird es mal in eine normale Schule gehen können und anschließend einen Beruf ausüben und eigenständig Leben können? Und da viele hörende Menschen, wie wir damals auch, keinen Einblick in die Lebenswirklichkeit tauber Menschen haben, ist oft die alles beherrschende Frage: Kann man das reparieren?

Diese Frage ist, wenn man am Anfang dieses Prozesses der Schockverarbeitung steht, durchaus nachzuvollziehen. Als Hörender empfindet man hören als „normal“ und möchte natürlich, dass das eigene Kind ebenso „normal“ ist bzw. wird wie man selbst auch.

In dieser Situation und mit diesen Gedanken wird man meist von Ärzten sehr einseitig in Richtung Cochlea-Implantation, als Zugang zu „unserer Welt“ beraten. Die Wichtigkeit der Kommunikation mittels Gebärdensprache wird dabei oft ausgeblendet. Manche gehen sogar noch weiter und vertreten die längst überholte und wissenschaftlich wiederlegte Theorie: Die Kommunikation mittels Gebärdensprache würde die Lautsprachentwicklung behindern. Und auf jeden Fall müsse sehr schnell gehandelt und operiert werden, am besten noch bevor das Kind 2 Jahre alt ist, weil es dann die besten Chancen damit hätte. Es wird ein Druck auf die Eltern aufgebaut und teils mit utopischen Wahrscheinlichkeiten der Sprachentwicklung herumhantiert, sodass sich viele hörende Eltern an die „Hoffnungselektrode“ des CI’s klammern und nicht wenige Eltern sind nach Jahren der regelmäßig stattfindenden Reha-Aufenthalte frustriert und enttäuscht, weil sie ein anderes Ergebnis erwartet hatten. Wir kennen einige solcher Eltern. Und dass eine CI-Operation bedeutet, dass man Lebenszeit gegen Reha-Zeit und lebenslanges Training eintauscht, wird auch oft von den beratenden Ärzten verschwiegen.

Die Psychologin und Kognitionsforscherin Dr. Gisela Szagun hat 2006 die Sprachentwicklung von Kindern mit Cochlea-Implantat untersucht und kam zum Ergebnis, dass mehr als 50 % der implantierten Kinder keinen Lautspracherwerb ähnlich hörender Kinder aufweisen. Und leider wird noch heute den Eltern durch viele Kliniken ein vollkommen anderes „Erfolgsbild“ vermittelt. Die vielfach enttäuschten Erwartungen der Eltern gehen natürlich auch an den Kindern nicht spurlos vorüber. Wie man sich als Kind wohl fühlen mag, wenn man permanenten Überforderungs-Situationen ausgesetzt ist und spürt, dass man den Erwartungen seiner Eltern nicht gerecht wird, weil man nicht gut genug hört und spricht und an diesem Zustand selbst nichts ändern kann?

Warum beraten Ärzte häufig nur in Richtung CI-Operation? Über die Gründe dieser einseitigen Beratung bei der Diagnosestellung kann man natürlich nur spekulieren: Ist es vielleicht so, dass die Kliniken eine gewisse Anzahl an CI-Operationen pro Jahr erbringen müssen, um diese OP‘s weiter durchführen zu dürfen oder haben die Ärzte selbst kein bzw. wenig Wissen über Gebärdensprache und die Kultur der Gehörlosen?

Zweifelsfrei ist es so, dass sich mit CI-Operationen viel Geld verdienen lässt. Hier hätten wir uns als Eltern mehr unabhängige Beratung zum Wohle unseres Kindes gewünscht. Diese Beratung findet man aber leider bisher nur fernab der Kliniken.

Die Akzeptanz und Achtung der Verschiedenartigkeit prägt unseren bilingualen Weg

In dieser Phase der Unsicherheit und mit dem Gefühl eines großen Informationsdefizites haben wir uns nicht vorschnell für oder gegen eine Operation entschieden, sondern informierten uns umfassend über alle Möglichkeiten, Chancen und Risiken. Den sehr einseitigen ärztlichen Rat konnten wir durch eine umfassende Beratung durch beispielsweise den Bundeselternverband gehörloser Kinder, den Deutschen Gehörlosen-Bund und Gespräche mit anderen betroffenen Eltern, Gespräche mit gehörlosen Erwachsenen (mithilfe von Gebärdensprachdolmetschern) und maßgeblich durch unsere gebärdensprachliche taube Frühförderin ins rechte Licht rücken, um dann für unser Kind die wohl bisher weitreichendste Entscheidung seines Lebens treffen zu können.

Und während dieser Phase war für uns das Wichtigste, unser Kind dabei nicht zu vergessen. Ihm zu zeigen, dass wir es lieben so wie es ist, dazu brauchten wir keine Lautsprache. Der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick gründete seine Kommunikationstheorien auf dem Grundsatz „Man kann nicht nicht kommunizieren!“. Unter diesem Grundsatz begannen wir, 2012 mit wenigen DGS-Kenntnissen, mit unserer Tochter zu kommunizieren. Und wir sahen, dass sie auf diese Art der Kommunikation reagierte und diese wie ein Schwamm aufsog.

Wir dachten: Egal wie wir uns später entscheiden werden, es ist kein Fehler Kommunikation auf Basis von Gebärdensprache mit unserem Kind aufzubauen.

Aus heutiger Sicht wissen wir: es ist sehr wichtig seinem tauben Kind DGS anzubieten, denn selbst wenn es mit einem CI versorgt wird und zu der Gruppe der Kinder gehört, die es schafft Lautsprache zu verstehen und diese zu artikulieren lernt, ist es trotzdem auf DGS angewiesen. Beispielsweise in Situationen, in denen die Technik ausfällt oder in schwierigen Kommunikationssituationen mit vielen Störgeräuschen oder bei der Kommunikation mit anderen Gehörlosen. Und ein mit CI versorgtes Kind ist nicht hörend, sondern es bleibt weiterhin ein gehörloses Kind.

Je besser der Erstspracherwerb der Gebärdensprache verläuft, desto besser kann sich die Schriftsprachkompetenz als Zweitsprache entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommen die Sprachwissenschaftler Daan Hermans, Harry Knoors, Ellen Ormel, und Ludo Verhoeven in ihrer Veröffentlichung „The Relationship Between the Reading and Signing Skills of Deaf Children in Bilingual Education Programs“. Die Wissenschaftler untersuchten die Gebärdensprach- und Schriftsprachkompetenz von 87 tauben Kindern aus einem bilingualen Schulprogramm in den Niederlanden und fanden eine starke Korrelation zwischen guter Gebärdensprach- und Schriftsprachkompetenz heraus.

Auch die deutsche Linguistin Prof. Dr. Helen Leuninger kommt zu dem Ergebnis, dass „nur mit einem kontrastiven Unterricht sich Struktur und Inhalt der beiden Sprachen (DGS und Deutsche Schriftsprache) erklären lassen (vgl. Leuninger, Helen 2014: Schriftspracherwerb auf der Basis der Deutschen Gebärdensprache: Eine besondere Form des L2-Erwerbs. In: Siekmann, Katja (Hrsg.): Theorie, Empirie und Praxis effektiver Rechtschreibdiagnostik. Tübingen: Stauffenberg, 2-16).

Eigentlich plausibel, denn wenn man ein sprachliches System verinnerlicht hat, die Regeln einer Sprache verstanden hat, nach dem dieses System funktioniert, kann man kontrastiv die eigene Sprache mit der neu zu lernenden Sprache vergleichen und somit auch die neue Sprache besser lernen.

Und auch der Deutsche Gehörlosen-Bund rät Eltern dazu ihre tauben Kinder bimodal bilingual zu erziehen und schreibt in seiner 2016 veröffentlichten Broschüre „Sprachen bilden – Bilinguale Förderung mit Gebärdensprache – Anregungen für die Praxis“ dazu:

Studien konnten zeigen, dass hörbehinderte Kinder, die zweisprachig in Gebärdensprache und Deutsch aufwuchsen, bei Tests sowohl in der Gebärdensprache als auch in der Schriftsprache besser abschnitten als Vergleichsgruppen, die zunächst rein lautsprachlich aufwuchsen und erst später Zugang zur Gebärdensprache erhielten. Nachgewiesen ist weiterhin, dass mit einer wachsenden Gebärdensprachkompetenz eine wachsende Lautsprachkompetenz einhergeht.

Etwa ein halbes Jahr später nach zwei CI-Voruntersuchungen in verschiedenen Kliniken, unzähligen Recherchen, Gesprächen, Diskussionen und Abwägungen von Vor- und Nachteilen, fühlten wir uns zu den Themen Gebärdensprache, Hörgeräteversorgung, Cochlea-Implantat soweit informiert, dass wir für uns und unsere Tochter die Entscheidung für eine gebärdensprachliche Erziehung ohne CI trafen. Wir akzeptierten, dass unser Kind taub ist und beschlossen seine Stärken zu fördern, anstatt es auf seine Schwäche zu reduzieren.

Wir erkannten später, dass die Taubheit nur von Hörenden als Schwäche empfunden wird, nicht aber von Tauben selbst. Taube Menschen wollen kein Mitleid, sie wollen gleichberechtigt behandelt werden. Sie sind ein Teil unserer Gesellschaft, eine sprachliche Minderheit mit eigener Kultur. Taubheit ist keine „Krankheit“, die man wegoperieren kann! Bis man aber als Hörender zu dieser Einsicht kommt, geht eine gewisse Zeit ins Land.

Wir lernten und lernen noch immer DGS, stellten unsere Familienkommunikation um, erweiterten unseren Freundeskreis um gebärdensprachige Erwachsene und Kinder, damit unsere Tochter einen möglichst natürlichen Prozess des Erstpracherwerbs durchlaufen kann. Und wir wurden von der Gebärdensprachgemeinschaft sehr herzlich aufgenommen. 2014 bekam unsere Tochter einen kleinen Bruder, der ebenfalls mit DGS als Erstsprache und Deutscher Schrift- und Lautsprache als Zweitsprache aufwächst und sich genau wie seine große Schwester kognitiv sehr gut entwickelt.

Im Vordergrund steht für uns die Förderung der Bildung unserer Kinder und dafür brauchen sie Kommunikation in einer Erstsprache, die für sie visuell zugänglich und ohne große Hürden problemlos erlernbar ist. Anfangs war es für uns als lautsprachlich sozialisierte Menschen nicht einfach, DGS zu lernen und unser Kind in dieser Sprache zu erziehen weil es nicht unsere Muttersprache ist. Mittlerweile fühlen wir uns mit DGS in der familiären Kommunikation sehr wohl, weil es die Sprache ist, die unseren Kindern den Zugang zu Wissen und Bildung ermöglicht. Unsere Kinder lernen DGS als Erstsprache und die Deutsche Schriftsprache und nach ihren Möglichkeiten die Deutsche Lautsprache als Zweitsprache. Anfangs lehnte unsere Tochter ihre Hörgeräte komplett ab. Wir akzeptierten dies und zwangen sie nicht dazu sie zu tragen. Mittlerweile mag sie ihre Hörgeräte und achtet selbstständig darauf, dass die Batterien stets voll sind weil sie damit manchmal auch Geräusche wahrnehmen kann. Je mehr unsere Kinder selbst an Geräuschen und gesprochener Sprache und oder Schriftsprache interessiert sind, desto mehr fördern wir sie laut- bzw. schriftsprachlich beispielsweise durch Logopädie, begleitet durch ein Elternteil, das für sie und die Logopädin dolmetscht, sowie durch eigene Sprech- und Schreibübungen. Unser Grundsatz bei der Schrift- und Lautsprachförderung unserer Kinder ist: ohne Zwang und natürlich kontrastiv erklärt über ihre Muttersprache, die DGS.

Sehr wichtig und nicht mehr wegzudenken ist für uns der Kontakt zur Gebärdensprachgemeinschaft. Unsere Kinder haben dadurch Kontakte zu weiteren sprachlichen Vorbildern, die selbst Muttersprachler sind, sie können Kontakte zu gleichsprachigen Kindern knüpfen und für uns Eltern bedeutet dieser Kontakt nicht nur die Chance unsere Sprachkompetenz zu verbessern, sondern wir haben dadurch einen Zugang zur Gebärdensprachkultur erhalten und neue, wertvolle Freunde gefunden.

Und uns wurde auch deutlich, dass vor allem Kindern mit DGS als Erstsprache, die noch keine Deutsche Schriftsprache erlernt haben, der Zugang zu Wissens- und Bildungsangeboten verwehrt bleibt. Dies war einer der Gründe, warum wir 2016 gemeinsam mit Gleichgesinnten den Verein für bilinguale Bildung in Deutscher Gebärdensprache und Deutscher Lautsprache gründeten und uns seither für die Schaffung von Kultur- und Bildungsangeboten in DGS einsetzen.

Der Initiative von Kristin Hennies, Prof. Dr. Johannes Hennies und des Erfurter Frühförder- und Beratungszentrums ist es zu verdanken, dass unsere Tochter seit August 2017 in Erfurt auf eine bimodal-bilinguale Gemeinschaftsschule gehen, und dort mit anderen bilingualen sowie lautsprachlich sozialisierten Kindern zusammen lernen kann. Der Bayerische Rundfunk berichtete auch bereits in der Sendung Sehen statt Hören über unseren gewählten Lebensweg und das deutschlandweit einmalige Schulprojekt.

Warum ist es uns wichtig, dass wir als hörende Eltern tauber Kinder Gebärdensprache lernen?

Um unsere Kinder erziehen und ihnen ein sprachliches Vorbild sein zu können, ist es essentiell notwendig den Kindern sprachlich einen Schritt voraus zu sein. Den Kindern eine Erstsprache zu vermitteln, welche nicht die eigene Muttersprache ist, das ist nicht immer einfach. Umso trauriger ist die Tatsache, dass viele Behörden auch noch gegen die Eltern arbeiten. Obwohl ein Rechtsanspruch der Eltern auf Gebärdensprachkurse aus § 27 SGB VIII besteht, ist es leider meist ein langer Kampf mit den zuständigen Behörden, bis Eltern Hausgebärdensprachkurse bewilligt bekommen.

In diesem Zusammenhang möchten wir auf einen aktuellen Fall aus Thüringen hinweisen. Eltern eines tauben 4-jährigen Jungen beantragten beim Jugendamt Hilfe zur Erziehung in Form von Hausgebärdensprachkursen. Das Jugendamt lehnte den Antrag ab, sodass die Eltern jetzt in Widerspruch gehen und wenn nötig ihr Recht und das ihres Sohnes auf die Erlangung einer Erstsprache vor Gericht erstreiten müssen.

Wir möchten an dieser Stelle an die zuständigen Jugendämter appellieren, den Bedarf der Eltern ernst zu nehmen und nicht gegen sondern für das Wohl der Kinder zu entscheiden. Wenn taube Kinder, ob mit CI versorgt oder nicht, ohne Gebärdensprache aufwachsen, das ist Kindeswohlgefährdung!

„Keine Gebärdensprache“ ist eine Gefahr für die sprachliche und geistige Entwicklung tauber Kinder

Während nun das Familiengericht in Goslar über eine CI-Operation bei einem tauben Kind, deren Eltern DGS-Muttersprachler sind, als Maßnahme gegen eine „Kindeswohlgefährdung“ entscheiden soll, werden vielfach Anträge von Eltern auf Hausgebärdensprachkurse von Sozial- und Jugendämtern abgelehnt. Nicht etwa die Erziehung eines tauben Kindes in DGS, sondern die Ablehnung dieser Anträge und damit die Verwehrung der Gebärdensprache für die hörenden Eltern und ihre tauben Kinder stellt aus unserer Sicht eine Gefahr für die sprachliche und geistige Entwicklung der Kinder dar. In einer 2012 erschienenen Abhandlung verschiedener Sprachwissenschaftler (Tom Humphries, Poorna Kushalnagar, Gaurav Mathur, Donna Jo Napoli, Carol Padden, Christian Rathmann und Scott R Smith) aus den USA und Deutschland sind die negativen Auswirkungen sprachlicher Deprivation tauber Kinder (durch den Entzug bzw. das Nicht-Lernen von Gebärdensprache) auf Beziehungen, Bildung und Selbstständigkeit sowie auch auf das Gedächtnis, die Lese- und Schreibfähigkeiten beschrieben. Auch geben die Autoren die eindeutige Empfelung: „Bimodalismus – Lesen und Schreiben in der vorherrschenden Lautsprache in Verbindung mit einer Gebärdensprache – ist ratsam.“

 

Hilfreiche Quellen:

https://gehoerlosekinder.de

http://www.kestner.de/n/elternhilfe/elternhilfe-einfuehrung.htm

http://www.gehoerlosen-bund.de/browser/523/dgb_brosch_sprachenbilden2016.pdf

http://www.gehoerlosen-bund.de/browser/793/dgb_meinKind.pdf

The Relationship between the Reading and Signing Skills of Deaf Children in Bilingual Education Programs: https://academic.oup.com/jdsde/article/13/4/518/497665#7654441

Language acquisition for deaf children: Reducing the harms of zero tolerance to the use of alternative approaches: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3384464/

https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/sehen-statt-hoeren/inklusionsklasse-bilinguale-schule-100.html

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2 Antworten

  1. Vielen Dank für diesen gut recherchierten Artikel. Ich hoffe, dass ihn auch die Richterin in Goslar und die Jugendämter lesen.
    Hoffentlich wird auch in der Schweiz bald ein Umdenken stattfinden.

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