Eindrucksvoller Vortrag von Toma Kubiliute

Erfurt 27. Oktober. An einem verregneten Wahlsonntag fanden über 300 BesucherInnen den Weg in den Hörsaal im Kommunikations- und Informationszentrum der Universität Erfurt. Von 14 -17 Uhr berichtete die Globetrotterin Toma Kubiliute eindrucksvoll, gespickt mit vielen Fotos und Videos, von ihrer abenteuerlichen Weltreise. Im Publikum saßen taube und hörende BesucherInnen, die den Ausführungen gespannt folgten und sich sicher auch das ein oder andere Land für ihre nächste Reise vormerkten.

Sie berichtete auch von ihren Höhen und Tiefen, die sie während ihrer Reise durchlebte, so wie beispielsweise von neu geschlossenen Freundschaften, Wegbegleitern, interessanten landschaftlichen, kulinarischen und kulturellen Besonderheiten als auch von lebensbedrohlichen Situationen, in die sie als Alleinreisende geriet.

Sehr emotional erzählte Toma von den schlechten Bedingungen in einer Gehörlosenschule in Tansania, für die sie ein eigenes Spendenprojekt gestartet hat. Den Schülern mangelt es dort an den grundlegendsten Dingen. Es gibt beispielsweise kein elektrisches Licht und nur sehr kleine Fenster, die die Räume nicht genügend ausleuchten können und es ist kaum Unterrichtsmaterial vorhanden. Einen Teil ihrer Vortrags-Einnahmen sowie weitere Spenden möchte Toma der Schule zukommen lassen, um damit die Lernbedingungen für die SchülerInnen zu verbessern. Insgesamt kamen an dem Nachmittag knapp 660 € Spenden für ihr Hilfsprojekt zusammen. Der BR war auch mit einem Kamerateam vor Ort und berichtete in der Sendung Sehen statt Hören im November über Toma und ihre Weltreise.

Dank der Kulturförderung der Stadt Erfurt, war es uns möglich den in Gebärdensprache gehaltenen Vortrag auch in Lautsprache dolmetschen zu lassen und somit ein Stück Gehörlosenkultur auch für hörende Menschen ohne Gebärdensprachkompetenz erlebbar zu machen. Ein herzlicher Dank gebührt auch der Universität Erfurt und dem Fachschaftsrat FSI, die uns bei der Durchführung dieser Veranstaltung unterstützt haben.

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